Viele sagen, Elektromobilität wäre die Zukunft. Andere sehen darin einen Irrweg. Ungeachtet der unterschiedlichen Sichtweisen zeigen alleine gesetzliche Regelungen (auch wenn sie erst in ein paar Jahren in Kraft treten mögen), dass die Ära der Verbrennungsmotoren sich dem Ende zuneigt. Nun wäre es ein leichtes, den Schritt zum Elektroauto, den Volvo aktuell vollzieht, einfach damit abzutun, dass „dies nicht anders möglich wäre“. Der Gesetzgeber will es so, also was sollen wir machen? Wie gesagt: Es wäre leicht, so zu argumentieren. Es wäre aber auch zu einfach.
Der Begriff Volvo steht seit Langem für besondere Autos. Dahinter steckt eine ebenso besondere Philosophie. Ein Teil davon ist es, maximalen Fahrkomfort, Sicherheit und Bequemlichkeit zu bieten. Aber Volvo war auch schon immer ein Hersteller, der durch Innovationen von sich reden machte. Ein Vorwärtsdenker, wie es so schön heisst. Dazu zählt neben der Suche nach umweltfreundlicheren Antriebskonzepten auch das bewusste Vorantreiben des autonomen Fahrens. Ein Prozess, den der schwedische Hersteller aktiv mitgestaltet und fördert, anstatt einfach abzuwarten und dann vielleicht dem Trend zu folgen.
Wer stets bestrebt ist, die Zukunft zu gestalten, betritt dabei sehr oft Neuland. Und dazu sind Forschungen notwendig. Ebenso wie das Auswerten der Ergebnisse. Dies gilt auch für das Elektroauto. Lassen Sie uns über diese Ergebnisse sprechen und dabei auch auf Gegner der Elektroautos und deren Argumente eingehen. Nicht mit Behauptungen, die bestritten werden können, sondern mit sachlichen Fakten. Im folgenden Text soll es genau darum gehen.
Der Volvo XC40 als Elektroauto und seine Ökobilanz
In der Diskussion um elektrische Autos geht es vorrangig um den Schutz der Umwelt. Ist der Verzicht auf Verbrennungsmotoren zu rechtfertigen, wenn auf der anderen Seite Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz kommen? Werfen wir einen Blick darauf:
Kritiker der Elektroautos sprechen davon, dass die Produktion dieser Fahrzeuge den Ökovorteil durch den Verzicht auf Benzin oder Diesel aufheben würde. Unterm Strich wären diese Autos also deutlich schädlicher für die Umwelt. Im Fall des XC40 Recharge P8 AWD liegen nun deutliche Zahlen vor:
Herstellung und Umwelt
Die Herstellung eines elektrischen XC40 ist im Vergleich energieintensiver. Konkret verursacht die Produktion eines Modells mit Verbrennungsmotor 40 Prozent weniger Emissionen. Grund dafür sind die Lithium-Ionen-Batteriemodule sowie die Anoden- und Kathodenmaterialien. Auch das Aluminiumgehäuse wirkt mit hinein. Dies sind die Kritikpunkte, die Gegner von Elektroautos oft äussern und sie sind unbestreitbar wahr. Allerdings wird man der Sache nicht gerecht, wenn man hier stehen bleibt. Werfen wir von daher einen Blick auf die Habenseite:
Die Zeit nach der Herstellung
Hier gibt es zwei Varianten: Die erste basiert auf der Nutzung von Ökostrom. Dazu zählen alle erneuerbaren Energiequellen wie Sonnenlicht und Windkraft. Die zweite Variante geht vom ungünstigsten Fall aus: der Nutzung von elektrischem Strom, der zum grössten Teil auf fossilen Brennstoffen basiert. Stichwort: Kohlekraftwerke. Diese blasen bekanntlich sehr viel Schmutz in die Luft und belasten damit die Umwelt.
Variante A: Volvo XC40 mit Ökostrom
Hier holt der XC40 im Lauf seines Lebens schnell auf. Bereits nach 47.000 Kilometern hat er den Nachteil der höheren Emissionen in der Produktion ausgeglichen und ist der Variante mit Verbrennungsmotor in der Ökobilanz überlegen. Im Lauf seiner gesamten Lebensdauer wird er nur halb so viel CO2 verursachen, wie es bei einem konventionellen Antrieb der Fall wäre.
Variante B: „Schmutziger Strom aus Kohlekraft“
Hier fällt die Ökobilanz verständlicherweise niedriger aus. Dennoch wird der XC40 im Vergleich mit ähnlich gestrickten Benzinern vier Tonnen weniger CO2 verursachen. Wir wiederholen: VIER TONNEN WENIGER CO2 als ein vergleichbarer Benziner!
Wer langfristig plant, darf nicht kurzfristig denken
Elektromobilität ist keine Sache für ein paar Jahre. Wir sprechen von gewaltigen Umwälzungen in der Autoindustrie, die noch nicht mal richtig eingetroffen sind. Spätestens wenn Neuwagen mit Verbrennungsmotor keine Zulassung mehr erhalten (was in ein paar Jahren der Fall sein wird), wird der Anteil der Fahrzeuge mit sogenannten „alternativen Antriebskonzepten“ sprungartig in die Höhe steigen. Und was gegenwärtig noch als alternativ gilt, wird dann den Löwenanteil darstellen. Bis zu dem Punkt, an dem Autos mit Benzin- oder Dieselantrieb zu Raritäten werden. Wie das Beispiel des Volvo XC40 zeigt, ist die CO2-Belastung anfangs höher und nach ein paar Jahren bereits deutlich niedriger. Wir werden also einen kurzen Anstieg erleben, der dann in eine massive Entlastung für die Umwelt übergehen wird. Zumindest wäre dies so, wenn wir vom gegenwärtigen Stand ausgehen. Allerdings tut sich auch hier etwas:
Klimaneutrale Fertigung als Schlüssel zu einer umweltfreundlichen Auto-Kultur
Aktuell arbeitet Volvo nicht nur am Plan für das Morgen, sondern auch das Übermorgen. Das Unternehmen hat bereits bekannt gegeben, bis 2040 vollständig klimaneutral werden zu wollen. Dazu zählt auch, dass die weltweite Fertigung entsprechend umgestellt wird. Wie dies im Einzelnen funktionieren soll, würde an dieser Stelle zu weit wegführen und den Rahmen dieses Artikels sprengen. Fest steht aber, dass es mehr als „fromme Wünsche“ sind. Während Sie diese Zeilen hier lesen, läuft die Arbeit daran bereits auf Hochtouren. Sobald sie abgeschlossen ist, wird die komplette Fertigung anders aussehen als heute und damit auch der Umstand der noch hohen Emissionen bei der Herstellung elektrischer Volvo-Autos. Im Moment mag dies Zukunftsmusik sein, doch diese Zukunft ist nicht mehr weit entfernt. Vor allem aber zeigen die oben aufgeführten Zahlen, dass ein elektrischer Volvo XC40 bereits jetzt nach wenigen Jahren die Umwelt deutlich entlasten wird. Und das Problem der Akkus respektive deren Herstellung, ist dabei bereits berücksichtigt.
Die Entscheidung zum elektrischen Auto
Wie eingangs erwähnt, ist das elektrische Auto keine mögliche Option, sondern eine Tatsache, die sehr bald nicht mehr wegzudenken sein wird. Nun geht es darum, sich dieser Herausforderung mit aller Kraft und unter Berücksichtigung aller wichtigen Faktoren zu stellen. Fasst man all das bisher Gesagte zusammen, so zeigt sich, dass Volvo diesen Schritt nicht unüberlegt angegangen ist, sondern sich eine Menge Gedanken gemacht und daraus die richtigen Schlüsse gezogen hat. Aber lassen Sie uns nun zu einem Thema übergehen, das bisher noch gar nicht angesprochen wurde:
Volvo und der schwedische Luxus im Space-Zeitalter?
Wird nun alles total futuristisch? Werden Volvos künftig aussehen wie Raumschiffe aus alten Science-Fiction-Streifen? Eine berechtigte Frage. Immerhin gilt die schwedische Marke als Inbegriff des schwedischen Luxus auf vier Rädern. Und Luxus-Autos mit Elektroantrieb … Nun, viele Leute haben Bilder von Elektro-Autos gesehen, deren Inneres tatsächlich sehr „spacig“ wirkte. Wird dies auch für Volvo gelten? Werden der XC40 und andere Modelle künftig mit der Maus gesteuert? Es sind berechtigte Fragen. Lassen Sie uns angesichts Volvos Entscheidung für das elektrische Auto auch diesen Punkt betrachten:
Autos von Volvo gelten traditionell als fortschrittlich, innovativ und neue Wege beschliessend. Gleichzeitig ging es dabei aber nie darum, einfach „nur“ modern oder anders zu sein. Von Anfang an wurde jedes kleine Detail unter dem gleichen Gesichtspunkt entwickelt: Um den Menschen, die einen Volvo fahren, das Leben angenehmer, leichter und schöner zu gestalten. Es ist der Grund, warum die Sitze in einem Volvo so sind, wie sie sind. Dies gilt für das Lenkrad und wie es sich anfühlt und die Platzierung jedes einzelnen Schalters im Cockpit. „Was toll aussieht, aber nichts bringt, wird nicht gebaut“ – so liesse sich diese Philosophie in kurzen Worten umschreiben. Werden elektrische Volvos im Lauf der Zeit ihr Aussehen verändern? Sicher, das werden sie! Aber das haben sie auch schon lange getan, bevor elektrisches Fahren ein Thema wurde. Und auch kommende Veränderungen werden nicht dem Selbstzweck dienen, sondern einzig und allein der Frage, wie man IHNEN das Fahren mit einem Volvo noch schöner, komfortabler, sicherer und einfacher machen kann. Es wird also keinen „Volvo mit Star-Trek-Bedienung“ geben (auch wenn dies natürlich toll für Star-Trek-Fans wäre!). Das Design der schwedischen Autos, innen und aussen, wird sich immer daran orientieren, was attraktiv aussieht und das Fahrerlebnis verschönert, aber auch erleichtert. So war es gestern und so wird es auch morgen wieder sein.
Fazit: Der zweite Blick ist nur der Anfang
Auf den ersten Blick wirkten E-Autos wie die perfekte Lösung aller Probleme. Dann kam der zweite Blick, der kritische Stimmen hervorbrachte. Es ging um die Frage, ob die Herstellung dieser Fahrzeuge, insbesondere der Akkus, den Umweltvorteil nicht aufheben oder sogar umkehren würde. Heute können wir mit Sicherheit sagen, dass es im Fall Volvo nicht der Fall ist. Der „dritte Blick“ hat all diese Überlegungen geprüft und mit Fakten belegt, dass ein elektrischer XC40 zwar in der Herstellung mehr Emissionen erzeugt als seine Kollegen mit Verbrennungsmotor. Allerdings wird dies schnell neutralisiert, sobald der Wagen im Einsatz ist. Nach kurzer Zeit drehen sich die Werte allerdings zugunsten eines elektrischen XC40. Sogar wenn der benötigte Strom ausschliesslich aus Kohlekraftwerken stammen würde, wäre der CO2-Ausstoss über die Lebensdauer des Wagens hinweg um vier Tonnen niedriger. Und je mehr Ökostrom zum Einsatz kommt, desto besser wird diese Zahl noch werden. Die Emissionen bei der Herstellung werden sogar noch deutlich sinken, sobald das Projekt „klimaneutrale Produktion“ bei Volvo komplett umgesetzt ist. Der Anfang ist gemacht und das Ziel wird erreicht werden.
Angesichts all dieser Punkte ist es nur eine logische Konsequenz, dass die schwedische Automarke Schritt für Schritt die Wandlung zum Hersteller ausschliesslich elektrischer Autos vollzieht. Diese Entwicklung ist wichtig. Nicht nur für Volvo, sondern auch die Kunden und nicht zuletzt den Schutz unseres Planeten.
Dabei können Sie sich darauf verlassen, dass all die Attribute wie „Inbegriff des schwedischen Luxus auf vier Rädern“ oder „Kein Auto lebt so lange wie ein Volvo“ auch künftig erhalten bleiben werden. Es war schon immer etwas Besonderes, einen Volvo zu fahren und daran werden auch alternative Antriebskonzepte nichts verändern. Im Gegenteil: Die Zukunft wird spannend und schön! Und Volvo wird wie immer ein bedeutender Teil davon sein!
In diesem Sinne: Auf die Zukunft!




















